Projekt UTU in Eldoret/West-Kenya

 

 Einige Infos zur Straßensituation in Kenia

    + ca. 300.000 Kinder leben auf den Straßen Kenias.
    + Armut, Verstoßung, Gruppenzwang, Perspektivlosigkeit und Gewalt/ Drogen in der Familie sind einige Gründe für die Entscheidung der Kinder, auf die Straße zu gehen.
    + Das Leben auf der Straße bedeutet unzureichende Hygiene, Krankheiten, Kälte, Hunger, Drangsalierung durch die Polizei und Gesellschaft, ständige Gewalt untereinander, sexuelle Ausbeutung sowie verfrühte Schwangerschaften.

    + Drogenmißbrauch verlangsamt die natürliche Entwicklung der Kinder. Eine Straßenkarriere kann Traumata und körperliche Beeinträchtigungen verursachen.

    + Kenias Straßenkinder brauchen eine Zukunft; Rehabilitation und Prävention sind dringend notwendig.

                             UTU (Kiswahili) bedeutet so viel wie

                       menschlich, Menschlichkeit und Freundlichkeit.

                                             Mensch sein heißt,

        sich von den Schicksalen seiner Mitmenschen berühren zu lassen.



Hintergrund/Geschichte des Projektes:

UTU ist ein 2011 in Kenia gegründeter gemeinnütziger Verein.                           

Die alarmierende Zahl der Straßenkinder in Eldoret, Westkenia, veranlasste die Gründer dazu ein Rehabilitationszentrum für Straßenkinder zu errichten.

Perspektivlosigkeit, Alkoholismus der Eltern, Armut, Verstoßung oder auch Gruppenzwang und Verleitung durch Peergroups lassen Kinder das Leben auf der Straße dem in ihrer Familie vorziehen.

Kinder im Alter ab 3 Jahren versuchen, auf Eldorets Straßen ohne Eltern zu überleben. Dies ist nur möglich durch eine zunehmende "Verrohung".

Strenge Bandenregeln, Gewalt, hart durchgreifende Polizisten und Hunger lassen die Kinder zu Drogen greifen, meistens Klebstoff und Alkohol.

UTU hatte sich zum Ziel gemacht einige Kinder über einen einige Monate dauernden Zeitraum in einem Rehabilitationszentrum zu rehabilitieren. Das heißt sie auf ein Leben fern der Straße vorzubereiten. Kinder, die einige Zeit auf der Straße gelebt haben müssen die alltäglichen Dinge neu erlernen. Unter anderem sich zu waschen, einen Tagesrhythmus akzeptieren und gemeinschaftlich und respektvoll handeln.

Zunächst wurde durch eine Kooperation mit zwei so genannten `feeding programs´ der erste Kontakt zu Straßenkindern hergestellt. Nach einigen Kontakten und Austausch mit den Sozialarbeitern der Partnerprojekte konnten 6 Kinder identifiziert werden, die sich gegen ein Straßenleben entschieden und für eine Phase der Rehabilitation und Reintegration bereit schienen.

Im UTU Rehab Center lebten nun 7 Kinder mit dem Betreuer, housefather Charles Kamao.Montag bis Freitag wurden die Kinder beim Schulunterricht mit Teacher Agnes Obati an ihrem jeweiligen schulischen Leistungsstand abgeholt.

Beim gemeinsamem Kochen, bei Ausflügen oder gemeinschaftlicher Bepflanzung des Geländes, sollte ein Gemeinschaftsgefühl enstehen. Die Kinder sollten beginnen, sich wohl zu fühlen und Vertauen aufbauen.

Die Familie der Kinder wurde ausfindig gemacht und nach einigen Monaten ein erster Kontakt hergestellt. Sah sich die jeweilige Familie geeignet, die Kinder wieder aufzunehmen, so wurde diese Rückführung konkret vorbereitet. In anderen Fällen wurden die Kinder in ausgesuchte Kinderheime mit Anschluss an ein Internat gebracht. Die Eltern oder Elternteile sind in allen Fällen in diese Prozesse involviert.


 

UTU aktuell:

Momentan unterstützt UTU die Schulbildung von vier dieser Jungen, außerdem zwei Mädchen, deren allein erziehende Mütter die Schulbildung ihrer Kinder nicht finanzieren können.

Des Weiteren deckt UTU die Schulgebühren zweier Jungen mit geistiger Behinderung, die im städtischen Rescue-Zentrum von Eldoret lebten. Heute gehen sie in die Special School Eldoret, die ansässige Förderschule, leben dort im Internat.

Zwei kenianische Mitarbeiterinnen vor Ort pflegen den regelmäßigen Kontakt zu den Kindern, deren Eltern und deren Schulen.

Sarah Mecha von Tafungua e.V. als Kontaktperson in Deutschland organisiert den finanziellen Transfer und fungiert als Bindeglied zwischen Sponsoren und den Kindern.

 


  

Das UTU-Team:


Sister Mary Cherop, Sozialarbeiterin

Carolyne Jemutai, Finanz- und Aktuarwissenschaftlerin

Charles Kamao, Betreuer

Agnes Obati, Grundschullehrerin

Sarah Mecha, Dipl. Sozialarbeiterin/ Sozialpädagogin



Der Vorstand des UTU-Vereins:

Sister Mary Cherop, Carolyne Jemutai, Sarah Mecha